Halloween-Party geplant? Ich hoffe, Ihr steht nicht auf Dukes Liste … 🎃

Passend zu Halloween ein kurzer Textsnipsl aus dem 1.Teil „Ohne Warnung“…
Das Buch ist auch das perfekte Geschenk, für alle die noch nicht Duke kennen.
 
Euer Sebastian Cohen
Duke

Happy Halloween an alle Duke-Fans 🙂

 
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Ein paar Tage später konnte nun endlich sein großes Experiment beginnen. Mit seinem neuen Führerschein in der Tasche, fuhr er geschminkt und im Zombiestyle mit der Familienkutsche zur Party. Das Fest wurde jedes Jahr für die Studenten von den Lehrern selbst veranstaltet in der Hoffnung, wenigstens halbwegs die Kontrolle zu behalten und Alkohol und Drogen auf ein Minimum zu reduzieren. Was natürlich unmöglich war, denn wer das Zeug hatte, hier zu studieren, bei dem war auch genug graue Masse vorhanden, hier mächtig auf die Pauke zu hauen. Und wie er es sich gedacht hatte, war er genauso verkleidet wie der Großteil der Studenten. Selbst ihm fiel es schwer, jemanden in der Masse der Fantasieverkleidungen zu identifizieren. Duke dachte sich, dass es schwierig werden würde, Billy B. unter all den anderen Horrorgestalten zu erkennen. Daher fuhr er ein wenig früher zur Party, um zu sehen, wann Billy B. mit seinem Mustang vorfuhr. Als Piratenzombie verkleidet stieg dieser selbstverliebt aus seinem Mustang aus, im Schlepptau eine Zombie Krankenschwester.
Duke musste sich keine Mühe geben sich zu verstecken. Er folgte den beiden einfach und hielt dann wieder genügend Abstand, wenn Pirat Billy B. einen seiner Kumpel begrüßte. Seine gruselig aussehende Krankenschwester sah trotz der Verkleidung hinreißend aus. All die Schminke konnte ihre wahre Schönheit nicht verdecken, im Gegenteil, es machte sie fast noch schärfer. Alle Girls hier sahen heute ein wenig verruchter aus. Wenn so einmal die Apokalypse aussehen würde, dann freute er sich jetzt schon darauf. Er konnte sich nicht erinnern, sie hier auf dem Uni-Gelände schon einmal gesehen zu haben. Das sollte ein interessanter Abend werden, dachte er sich voller Vorfreude.
Und das wurde es in der Tat, denn nach gut drei Stunden war Billy B. gutgehend angeglimmert. Als dieser wieder einmal die Toilette ansteuerte, sah Duke seine Chance. Er hatte beobachtet, dass er mit Billy B. alleine in der Toilette sein konnte, wenn er jetzt die Initiative ergriff und hinterhergehen würde. Sekunden, nachdem Billy B. auf dem Klo verschwand, trat Duke in die stinkende Katakombe und schloss hinter sich die Tür. Dann schob er sein Taschenmesser unter die Tür, um diese zu blockieren. In aller Ruhe stellte er sich ans Waschbecken und wartete dort, dass der Piratenzombie fertig wurde.
Dieser torkelte kurze Zeit später mit einem Tunnelblick aus der Pinkelecke und steuerte geradewegs den Ausgang an, als Duke ihn ansprach: »Sorry Alter, aber ist das hier dein Tablet?«
»Waaas?«, fragte Billy B. versoffen.
»Ich habe hier das Teil gefunden und ich dachte, es wäre von dir«, sprach Duke mit sehr leiser Stimme.
Billy B. schaute ihn fragend an und dann wanderte sein Blick auf den Bildschirm. Sofort schaltete Duke das Display ein und startete sein Hypnoseprogramm. Billy B. rieb sich kurz die müden Augen und glotzte danach, ohne zu zwinkern, auf den kleinen Bildschirm. Duke redete mit sanfter Stimme auf ihn ein. Die Party war vergessen, es gab jetzt nur noch zwei Zombies. Einen, der wie ein kleines Reh auf der Fahrbahn ins gleißende Licht schaute und einen Oberzombie mit der Magie der Hypnose. Jetzt konnte er nur hoffen, dass niemand an die Tür trommeln und diesen ersten Versuch unterbrechen würde. Konzentriert sprach Duke auf Billy B. ein und merkte zunehmend, wie dieser sich entspannte und in tiefe Trance abrutschte. Duke hatte das Gefühl, dass Billy B. bereit war.
»Du musst jetzt nicht mehr pinkeln, deine Blase ist vollkommen leer. Du bist aber noch sehr durstig. Bevor die Party vorbei ist, wirst du deine Begleiterin zum letzten langsamen Tanz auffordern. Während des Tanzens wirst du deine Blase entleeren, ohne etwas dagegen unternehmen zu können. Erst dann wirst du aus der Hypnose aufwachen. Wenn ich jetzt den Bildschirm ausschalte, wirst du dich nicht mehr an mich erinnern. Du zählst bis zwanzig, gehst hinaus und wirst dich betrinken.«
Duke schaltete das Tablet aus, bückte sich, um das Taschenmesser an sich zu nehmen und mischte sich anschließend wieder unter das Partyvolk. Das Ganze hatte keine sechs Minuten gedauert und Duke hatte dabei einen irren Spaß gehabt. Alles hatte besser geklappt, als er es erwartet hätte. Er wusste aber nicht, ob er tief genug in das Bewusstsein von Billy B. eingedrungen war und dessen Programmierung ausreichte. Aber darauf kam es gar nicht an. Sein Programm jedenfalls hatte funktioniert. Das für sich war schon ein voller Erfolg.
Er beobachtete den Piratenzombie, wie er zu seinen Freunden trottete. Es war ihm nicht anzumerken, dass er unter Dukes Hypnose stand. Bisher hatte er sich vollkommen normal verhalten. Angeberisch, vorlaut und mit einem zu großen Durst, ging die Party für Billy B. weiter. Keine zwei Stunden später wurde zum letzten Tanz aufgerufen. Wie verwandelt ging Billy B. zu seiner Zombiebraut, um sie zum Tanz aufzufordern. Duke machte einen langen Hals, damit er genau beobachten konnte, was nun passieren würde.
Kurz nachdem beide die ersten langsamen Drehungen hingelegt hatten, blieb Billy B. wie angewurzelt stehen und schaute an sich hinunter. Die Tanzbraut machte erschrocken einen Schritt rückwärts und signalisierte damit Duke, dass er erfolgreich war. Peinlicher konnte es nicht werden. Duke verließ die Party mit einem breiten Grinsen. Der perfekte Abend.
Natürlich war Billy B. am nächsten Tag das Gesprächsthema unter den Studenten. Wer ihn nicht live mit nasser Hose gesehen hatte, der bekam den Bildbeweis ungefragt auf das Handy. Duke wollte sich nicht vorstellen, wie der sich gerade fühlte. Da es so gut funktioniert hatte, den Oberbulli dazu zu bringen, sich in aller Öffentlichkeit nass zu machen, fragte sich Duke nachdenklich, was noch alles mit Hypnose möglich wäre. Je länger er darüber nachdachte, desto mehr Möglichkeiten sah er.
Duke konnte in den folgenden Tagen beobachten, wie unpopulärer Billy B. wurde. Er war das Gespött aller, ein zweibeiniger Mittelfinger, dem man aus dem Weg ging. Am Ende der Woche sah er ihn alleine auf einer Parkbank sitzen. Niemand wollte wohl mehr etwas mit ihm zu tun haben. Schon seltsam, dachte sich Duke, wie schnell Menschen einen fallen lassen, sobald man nicht mehr ins gesellschaftliche Schema passte.
 
 
Leseschau.de:
 
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Die Kunstmeile Falkensee am 9. September …

Zum 5. Mal findet die Kunstmeile zum Stadtfest in Falkensee statt. Wir werden mit unseren Büchern und über 40 weiteren Künstler, Kunsthandwerkern, Manufakturen und Produzenten von regionalen Nahrungsmitteln aus Falkensee und Umgebung einen tollen Tag haben. Die Kunstmeile ist in diesem Jahr an und um der Seegefelder Kirche sowie auf der Wiese hinter der Kirche (Seegefelder Anger) zu finden. Ab 11:00 Uhr geht es los und wird bis 18:00 stattfinden. Also, wir sehen uns 😊

Mehr Infos unter dem Link: https://www.falkensee.de/veranstaltungen/9/1871763/2017/09/09/kunstmeile-falkensee.html

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Meet & Greet bei Bäcker Thonke …

Zum gemütlichen Frühstück gehören frische Brötchen, ein Kaffee und – natürlich ein gutes Buch. Hiermit lade ich Euch ein, mich am Freitag, den 4. August von 9:30 Uhr bis 11:30 Uhr in einer lockeren Runde beim Bäcker Thonke, in Falkensee zu treffen.
Ich würde mich freuen, Euch kennenzulernen und meine Buch-Reihe vorzustellen. Wer ein signiertes Buch kauft, dem spendiere ich einen Pott Kaffee. Schaut doch einmal auf meiner Webseite vorbei, da gibt es auch mehr Informationen über mich und natürlich auch Leseproben zu den Büchern.
Ich freue mich schon auf einen schönen Vormittag bei Bäcker Thonke.

Adresse:
Bäcker Thonke
Falkenhagener Straße 22
14612 Falkensee

 

Ein netter Abend im „Stairways to Heaven“…

Erneut dürften wir in der Galerie „Stairways to Heaven“ von Sabine Niebuhr viele Künstler und viele Freunde begrüßen, mit denen wir einen tollen Abend in einer einzigartigen Umgebung hatten. Umgeben von Kunstwerken, hat es mir viel Freude bereitet, Passagen aus dem  1.Teil „Ohne Warnung“ vorzulesen. Nach der Pause, der mit gutem Rotwein und Snacks überbrückt wurde, ging es nochmal „zur Sache“, mit ein paar kurzen Auszügen aus dem gerade erschienen 2.Teil „Ohne Ausweg“. Es wurde ein Abend voller neuer Stories, neuen Freunden und neuen Duke-Fans. Vielen Dank an alle, die gekommen sind und natürlich Sabine, für die super Räumlichkeiten. Schaut einmal auf die Links meiner Künstlerkollegen, die bei Sabine ein paar wunderschöne Arbeiten ausgestellt haben.

Euer Sebastian Cohen 😊

www.sebastian-cohen.com
Sabine Niebuhr offizielle Webseite: http://www.sabine-niebuhr.de/
Sabine Niebuhr FB Seite: https://www.facebook.com/galerie.sabineniebuhr/
Sabine Bauer FB Seite: https://www.facebook.com/Sabine-Brauer-Atelier-Malschule-384582684919188/
Marina Schreckling offizielle Webseite: www.schreckling-paintings.de
Sabine Helbig offizielle Webseite: www.helbing-art.de
Franco Scalese offizielle Webseite: www.franco-scalese.com
Carola Preuss offizielle Webseite: www.cp-art.net

Neues Interview mit Sebastian Cohen …

Für alle, die mich noch nicht persönlich kennen, poste ich einmal mein Interview von der netten Hajnal aus der FB Gruppe „Booksuckers – Leser mit Biss“. https://www.facebook.com/groups/413217055700492/?fref=nf

Wie kamst Du zum Schreiben?
Hallo Hajnal, erst einmal möchte ich mich bedanken, dass du dieses Interview mit mir machst, ich freue mich sehr. Wie ich deiner netten Rezi entnehmen konnte, hat dich Duke auch in seinen Bann gezogen und überrascht. Dies ist genau die Motivation, die mich als Autor dazu antreibt, an der Geschichte zu schreiben und mir die Nacht um die Ohren zu hauen. 🙂. Ich möchte meine Leser verzaubern, sie vom Alltag „entführen“ und sie abtauchen lassen in Duke`s Abenteuer. Ich hatte die Geschichte von Duke eigentlich als Kurzgeschichte für meine Frau als Weihnachtsgeschenk angefangen, irgendwie konnte ich aber nicht mehr aufhören zu schreiben und so ist die Serie entstanden. Derzeit arbeite ich am 4. Teil, es bleibt also spannend.

Was hat Dich zum Schreiben von „Ohne Warnung“ inspiriert?
Seit einigen Jahren lebe und arbeite ich im Ausland. Ich habe viele ungewöhnliche Reisen unternommen und war in der glücklichen Lage sehr unterschiedliche Einblicke in das Leben anderer Menschen zu gewinnen, die natürlich auch einen Einfluss auf die Geschichte hatten. Ich finde es wichtig, dass die Orte der Handlung und die Charaktere authentisch und gut recherchiert sind, da habe ich natürlich von unseren eigenen Begegnungen profitiert. Einer meiner Duke-Fans hat es genau auf den Punkt gebracht: Die Abenteuer, die der Romanheld DUKE erlebt, kamen mir so frisch, so jugendlich und spannend und frei erzählt vor. Ganz so, als ob ich mit einen Freund bei einem Glas Wein zusammensitze, der mir eine unglaubliche Geschichte aus seinem Lebens erzählt.

Hätte die Geschichte an einem ganz anderen Ort spielen können oder hast Du den Schauplatz ganz bewusst gewählt?
Das Besondere an Duke ist, dass wir ihn bei seiner Entwicklung begleiten können, wir lernen durch ihn verschiedene Orte in den USA kennen. Die Geschichte startet in New Hampshire, aber weitet sich recht rasch auf andere Teile der USA aus, man kann es auch als „Roadmovie “ bezeichnen. Ich habe selber mehrfach die USA besucht und finde, dass die Story hier super reinpasst. Ich will zwar nicht zu viel verraten, aber in den kommenden Teilen wird Duke auch andere Länder bereisen, mal freiwillig, mal gezwungen durch die Umstände……

Hat die Thematik autobiographische Züge und wenn ja, an welchen Punkten?
Also, bis auf die Unfälle, ist alles erfunden 😉 Nein, nein, alles ist erfunden, obwohl – man kann schon sagen, dass in jedem von uns ein bisschen Duke steckt, oder es sich manchmal wenigstens wünscht. Und Listen erstelle ich auch gerne 😉.
Da ich sehr viel Wert darauf lege, die Geschichte so authentisch als möglich zu gestalten, kann man schon sagen, dass bestimmte Orte und auch Charaktere anlehnen an reale Begegnungen.
Wie lange hat es gedauert, den Roman zu schreiben und welchen Abschnitt des Schaffens würdest Du als besonders aufwendig beschreiben?
Das ist schwer zu sagen, aber an die 4-5 Monate waren es dann wohl schon ( für Teil 1 ). Da ich in der Nacht am kreativsten werde, war es manchmal zum Leidwesen meiner Frau 🙂. Das Schreiben ist mir eine wahre Freude und eigentlich der einfachste und schnellste Teil bei einem Buch. Ich glaube, mittlerweile kann meine Frau jeden Satz auswendig, so oft wie wir über die Geschichte gegangen sind, wegen der Korrektur und dem Lektorat. Ein sehr angenehmer Teil ist dann der direkte Kontakt mit interessierten Lesern, ob nun per Facebook oder durch die Lesungen.

Du hast unter einem Pseudonym veröffentlicht. Was war der Grund dafür und wie kamst Du auf Dein Pseudonym?
Die letzten 17 Jahre war ich überwiegend im Ausland und da habe ich mehr als lustige Erinnerungen wie Leute mit meinen richtigen Namen so ihre Probleme hatten. Da es auch mein großer Traum ist, die Abenteuer von Duke auch auf dem Englisch sprachigen Markt zu veröffentlichen, entschied ich mich für einen Autorennamen.
Hat sich nach der Veröffentlichung vieles geändert?
Ich komme kaum noch zum Schreiben …..😉. Man kann sich eine Veröffentlichung wie mit Zuwachs in der Familie vorstellen, man kann es kaum erwarten, dass das Buch raus ist und wird dann doch überrascht von den Ereignissen. Die positive Resonanz auf Duke spornt natürlich an und motiviert mich, das Buch vielen Lesern zugänglich zu machen. Etwas überfordert war ich, als ich mein erstes Buch signieren sollte. Ab dem Moment wurde alles real und wahnsinnig aufregend.
Wie ich feststellen konnte, gehörst Du zu jenen Autoren, die konstruktive Kritik zu Verbesserungen nutzen. Wer war bei der Entstehung von „Ohne Warnung“ Dein größter Kritiker?
Fast jeder, der künstlerisch tätig ist, ob nun als Hobby oder als Beruf, bekommt nach einer Weile “ Scheuklappen“, man verliert oft die Perspektive und denkt man ist perfekt. Ganz wichtig ist es jemanden zu haben, der einem hilft, einen anderen Blickpunkt auf das Thema zu werfen und konstruktive Kritik aufzuzeichnen. Da meine Frau immer die Erste ist, der ich das Manuskript zum Lesen gebe, ist ihre erste Reaktion für mich sehr wichtig. Sie ist mein größter Kritiker. Mein Lektor Stephan war mir eine große Hilfe, aber auch meine geschätzten BetaLeser haben einen wichtigen Teil beigetragen.

In Kürze wird der zweite Teil um Duke erscheinen. Sind noch mehr Teile in Planung?
Ja, derzeit arbeite ich am 4. Teil und ich kann nur sagen, es geht weiter. Duke hat noch viel vor und ich würde mich freuen, wenn die Leser ihn auch auf seinen nächsten Abenteuern begleiten. Duke ist interessant für Vielleser (wie du es bist, liebe Hajnal) aber auch für “ Lesemuffel „, also Leser die eher selten ein Buch in die Hand nehmen. Ein Fan erzählte mir erst letzte Woche, dass er sonst nie Bücher liest, ihn aber dieses Buch so gefesselt hat, dass er sogar nachts aufgestanden ist um zu sehen wie es weitergeht und ganz traurig war, als er nach 4 Tagen den 1. Teil durch hatte. Fand ich super……

Neben dem Schreiben gilt Deine Leidenschaft dem Reisen. Inwieweit beeinflussen Deine Erfahrungen, die Du während Deinen Reisen gemacht hast, Dein Schreiben?
Für mich war es immer schon wichtig, ferne Länder zu bereisen, neue Erfahrungen zu sammeln und interessante Begegnungen zu haben. Solange ich denke kann, war in mir diese Unruhe, da draußen etwas zu verpassen. Diese Neugier hat mich bei meiner Arbeit im Ausland begleitet und mich offen gemacht für neue Begegnungen. Ich habe Seite and Seite mit meinen Arbeitern bei 40 Grad Hitze Steine für eine neue Straße verlegt und noch Witze gerissen, ich habe mit Millionären am Pool Champagner getrunken und sie im Grunde genommen bemitleidet, weil bei denen das Leben auch nicht rosa rot war. Mich interessieren Menschen, was sie denken, was ihre Wünsche sind, was sie ausmacht. Diese Erkenntnisse sind schon ins Buch eingeflossen, auch Duke sucht neue Begegnungen und versucht sich in andere Personen hineinzuversetzen.

Aus dem Roman habe ich neben der spannenden Geschichte auch noch eine gewisse Gesellschaftskritik lesen können, auch wenn Du diese sehr subtil vorgebracht hast. War das beabsichtigt?
Ich finde das gehört dazu, speziell bei einem Buch das Leser in seinen Bann ziehen soll. Die kleinen Macken und Eigenheiten, ob es nun Orte sind, Menschen oder auch nur Geschehnisse, faszinieren mich und ich versuche immer ein aufmerksamer Beobachter zu sein. Ich mag es über Dinge nachzudenken und mich zu fragen warum das so ist wie es ist. Ein Leser hatte mir am Wochenende eine nette Mail geschrieben und erzählt, dass er sich halb schlapp gelacht hatte als er an der Stelle war, wo Duke mit Bristol in die bewachte Wohnanlage von ihren Eltern einfährt. Mein Leser hatte diese Prozedur schon öfters hinter sich, wenn er Freunde in einer Golf Anlage besucht hatte und sah sich, wie er damals vom mürrischen Pförtner abgefertigt wurde.

„Ohne Warnung“ ist ein Roman. Welcher Unterkathegorie würdest Du ihn zuordnen?
Gute Frage….. Meiner Meinung nach kann man Duke nicht nur in eine Kategorie packen, er ist so vielschichtig wie das Leben. Ich bezeichne ihn als überraschenden Krimi/Thriller mit einer guten Lovestory, gemixt mit Abenteuerlust und einem Roadmovie. Liebe Hajnal, du hast ja das Buch gelesen, wie würdest du ihn einschätzen?
(Anmerkung Hajnal: Ich wüsste auch nicht ganz genau, wo es anzusiedeln ist, da es so facettenreich ist und schließe mich der obigen Beschreibung an)

Einladung zur Lesung …

Am 28.Juli findet in der Galerie Sabine Niebur eine Lesung statt, wo ich aus dem 1.Teil der Duke-Reihe ein paar interessante Passagen vorlese.
Neben der Lesung werden weitere Gäste den Abend mit ihren Werken bereichern. Ich freue mich auf interessierte Leser und einer anschliessenden regen Unterhaltung. Natürlich werden genügend signierte Exemlare bereitliegen. Ich freue mich auf einen netten Abend.

Die ,,Stairways to Heaven“ führen uns in die vierzehnte Runde.
Wieder erwarten den Besucher spannende Gespräche mit interessanten Künstlern in einem besonderen Ambiente. Genießen Sie den Abend bei einem guten Glas Wein.
Freude, Entspannung und Wohlbehagen wünsche ich meinen Gästen.

Mit von der Partie sind Werke von Belinda Di Keck, Sabine Brauer, Sabine Helbing, Sabine Niebuhr und Konzeptkunst von Franco Scalese Urciuoli (Schweiz)

Ort:
Galerie Sabine Niebur – Biesentaler Straße 17, 13359 Berlin-Mitte

Zeit:
20:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Eintritt frei

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Das Datum steht. Am 28.7. erscheint der 2.Teil der Duke-Reihe

Nur noch weniger als 4 Wochen, dann gehen die gefährlichen Abenteuer von Duke weiter. Dann löst sich das Rätsel und ihr werdet erfahren … Na, zuviel möchte ich auch nicht verraten.

Heute gibt es den Klappentext, eine Leseprobe und natürlich den Link, wo ihr den 2. Teil vorbestellen könnt.  🙂

 

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Klappentext:

Wie ein Schwerverbrecher sitzt Duke in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiwagens. Warum liegt gegen ihn ein Haftbefehl vor? Ist man ihm letztlich doch auf die Schliche gekommen und sucht ihn im Zusammenhang mit den mysteriösen Todesfällen in Keene? Und was ist mit Rachel passiert? Das sind nicht die einzigen Fragen, die ihn beschäftigen. Eben noch befand er sich auf der Straße der Sieger, um ungebremst die Welt zu entdecken. Doch plötzlich scheint das in weite Ferne gerückt zu sein, denn das Schicksal hat etwas anderes mit ihm vor. Die Realität holt ihn zurück auf den Boden der Tatsachen und er findet sich an dem Ort wieder, an dem er sich als Letztes auf dieser Welt aufhalten wollte. Obwohl Duke dachte mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben, holt ihn diese wieder ein und ein neuer Name erscheint auf seiner Liste. Eine Liste, auf der niemand stehen will!
Der 2. Teil der Duke-Reihe startet so turbulent und spannungsgeladen wie der 1. Teil „Ohne Warnung“ geendet hat. Der Leser wird erneut auf eine spannende Reise quer durch die USA mitgenommen und weiß nie, wohin diese Reise ihn führen wird. Trotz der Niederlagen und Rückschläge, die Duke durchleben muss, behält er sich die Neugier auf das Leben, ist offen für Herausforderungen und schmiedet neue Pläne. Er lässt sich nicht davon abhalten, seinen Traum, der so abrupt auf dem Polizeirevier geendet hatte, wieder aufzunehmen und hinauszuziehen, um sich in neue und gefährliche Abenteuer zu stürzen. Niemand kann ihn aufhalten, oder doch?
“Cohen schafft es verblüffend schnell, den Leser in die enge Nähe des Hauptdarstellers zu bringen und eine Art Vertrautheit zu erzeugen. Der Leser ist ganz nahe am Geschehen und die Story ist an keiner Stelle langweilig oder wird künstlich in die Länge gezogen. Wer Duke einmal kennengelernt hat, wird ihn nicht mehr vergessen.“
Jimmy Gee, deutscher Rockmusiker

Leseprobe:

Duke konnte nicht fassen, was hier gerade abging. Er saß wie ein Schwerverbrecher in Handschellen gefesselt auf der Rückbank eines Polizeiautos, ohne seine persönlichen Dinge. Nicht einmal sein Telefon hatte er mehr. Eben noch saß er mit Rachel im Wohnmobil, segelte den Highway entlang und hatte die beste Zeit seines Lebens. Der Cop schwieg. Einzig der Polizeifunk krächzte unverständliche Codes, die Dukes Nervenbahnen zusätzlich verknoteten. Nachdem er sich vom ersten Schock der Verhaftung soweit erholt hatte, versuchte er den Wust der sich überschlagenen Gedanken zu ordnen. Noch konnte er sich keinen Reim darauf machen, warum er mit einem Haftbefehl gesucht wurde. Hier konnte nur eine Verwechslung vorliegen. Gleicher Name, ähnliches Alter. Ja, das musste es sein. Doch dann dachte er an Rachel. Was wird sie jetzt von ihm denken, was wird sie unternehmen? Kommt sie ihm überhaupt hinterhergefahren? Duke drehte sich um und schaute aus dem Rückfenster des Wagens, doch das Wohnmobil war nirgends zu sehen. Okay, sie wird sicher zur nächsten Polizeistation fahren und sich erkundigen, wo er festgehalten wird, versuchte er sich zu beruhigen. Seine Welt geriet schon wieder in eine Schieflage. Gerade erst hatte er Rachel gefunden, alles lief hervorragend und plötzlich ging alles wieder den Bach herunter. Es war zum Verzweifeln. Und was hatte dieser Haftbefehl wirklich zu bedeuten?
Ist man ihm irgendwie auf die Schliche gekommen? Duke schüttelte leicht den Kopf. Unmöglich, er war zu vorsichtig um Spuren zu hinterlassen. All die Dinge, die in Keene passierten, waren Unfälle. Trotzdem er sich einredete sicher zu sein, fragte seine kreative Hirnhälfte ein wenig zu vorlaut nach, warum er dann in Handschellen spazieren fährt. Je länger die Fahrt dauerte, umso flauer wurde sein Magengefühl. Sein dringendes Bedürfnis, aufs Klo zu müssen, war mittlerweile verschwunden. Langsam kroch ihm die Angst den Rücken hoch und er fing auf einmal an heftig zu schwitzen. Seine anfängliche Sicherheit, dass er hier nur wegen einer Verwechslung in Problemen steckte, wich immer mehr dem Gefühl, dass man ihn wegen den Vorfällen in Keene geschnappt hatte.

Keine zehn Minuten später wurde er unsanft in ein Polizeirevier geführt. Ein weiteres Mal wurden ihm seine Rechte vorgelesen und endlich erklärte man ihm, warum er verhaftet worden war. Duke wusste nicht, ob er lachen sollte oder wegen solch einer Dummheit mit dem Kopf auf die Tischplatte hämmern sollte. Ohne einen weiteren Kommentar wurde er anschließend in eine sanft nach Kotze stinkende Zelle gesteckt. Vorher hatte man ihn gründlich gefilzt und ihm alles abgenommen, womit er sich hätte erhängen können. Duke kochte innerlich. Das alles war so unnötig, was man hier mit ihm veranstaltete. Erneut hatte er einen dummen Fehler begangen. Er, der doch immer alles so genau plante. Diese Nachlässigkeit war mehr als ärgerlich. Wie konnte er sich selbst so ein Bein stellen?
Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde Duke wieder aus der Zelle geführt, um seine Daten polizeilich aufzunehmen. Das volle Programm. Duke machte sich keine Sorgen, was sollte ihm schon großartig passieren? Rachel würde kommen und ihn auf Kaution rausholen. Im Film war es jedenfalls immer so. Während man ihm seine Fingerabdrücke abnahm, wollte er nach seinem Recht auf ein Telefongespräch fragen, doch dann fiel ihm ein, dass er sein Telefon ja nicht bei sich hatte. Dummerweise hatte er Rachels Nummer nicht im Kopf. Diese Erkenntnis war niederschmetternd. Was nun? Seine Eltern konnte er ja schlecht anrufen. Während er noch über diese Probleme grübelte, wurde er wieder zurück in die Zelle gesteckt. Stunden vergingen, und Rachel hatte sich immer noch nicht blicken lassen. Was kann so schwer sein, ihn zu finden? Sorgen machten sich in ihm breit, dass ihr in der Aufregung etwas zugestoßen sein könnte. Er befand sich in einer hilflosen Situation, da er weder wusste, was mit ihr war, noch was mit ihm passieren würde. Ereignislos verging der Rest des Nachmittags. Der einzige Höhepunkt war das geschmacklose Essen, das man ihm in die Zelle brachte. Sonst kümmerte sich niemand um ihn.
Es blieb ihm nichts weiter übrig, als zu warten. Jetzt lag es in den Händen der Cops, wie es mit ihm weiterging. In dieser Nacht schlief er schlecht. Immer wieder drehten sich seine Gedanken um Rachel. Dass er selbst bis zum Hals in Problemen steckte, war für ihn in diesem Moment zweitrangig.

Weiter geht es am 28.7. und hier könnt ihr es bei Amazon als eBook vorbestellen. Natürlich gibt es das Buch dann auch als Taschenbuch und für die Harten unter euch als Hardcover.

Eine Lesung im “Stairways to Heaven” …

Gestern waren wir zu Gast bei Sabine Niebuhr in ihrer Galerie „Stairways to Heaven“. Zum 13. Mal fand diese Veranstaltung statt und wir waren zum 1 jährigen Jubiläum dabei. Neben tollen Künstlern, wie Sabine Brauer, Marina Schreckling, Sabine Helbig und Franco Scalese Urciuoli, mit denen wir zusammen bei einem gutem Rotwein auf ihre spannenden Werke anstießen, wurden wir von Sabine überredet eine kleine Lesung zu halten. Es wurde ein toller Abend, wo wir nette Menschen kennengelernt und neue Freunde gewonnen haben ( und natürlich Duke-Fans ).
Vielen Dank Sabine für den schönen Abend.
Sabine Niebuhr offizielle Webseite: http://www.sabine-niebuhr.de/
Sabine Niebuhr FB Seite: https://www.facebook.com/galerie.sabineniebuhr/
Sabine Bauer FB Seite: https://www.facebook.com/Sabine-Brauer-Atelier-Malschule-384582684919188/
Marina Schreckling offizielle Webseite: www.schreckling-paintings.de
Sabine Helbig offizielle Webseite: www.helbing-art.de
Franco Scalese offizielle Webseite: www.franco-scalese.com

 

Das Gewinnspiel vom 30.6. 17 ist beendet und die Gewinner stehen fest

Vielen Dank an alle die daran teilgenommen haben.

Der 1.Preis geht an:

Anke S.

Der 2.Preis geht an:

Hannes R.

Der 3. Preis geht an:

Heike W.

Und die 6 Gewinner der Trostpreise sind:

Erika D. – Anja M. – Sabine T. – Tanja H. – Olaf G. – Nina W.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Viel Spaß mit den Preisen und bis zum nächsten Mal.

Euer Sebastian Cohen

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Gewinnspiel bis 30.06.2017…

Der neue Buchtrailer zum 1.Teil der Duke-Reihe, mit Gewinnspiel. Mal schauen, wer von euch die Szene im Buch erkennt.

Wer die Geschichte gelesen hat und weiß, wer das nächste Opfer auf Duke´s Liste ist, sendet mir einfach eine E-Mail mit dessen Namen: info@sebastian-cohen.com

Wer keine Ahnung hat worum es geht, der sollte sich hier schleunigst das Buch besorgen.

Jeder Teilnehmer mit der richtigen Antwort nimmt an der Verlosung teil:

1. Preis – ein Duke Baseballcap
2. Preis – ein Duke T-Shirt
3. Preis – ein Level 10 Kaffee 🙂

PS: Wer von euch keine Zeit hat das Buch bis zum 30.06.2017 zu lesen, der sendet mir eine E-Mail mit dem Betreff “Duke Trostpreis”. Dann nehmt ihr automatisch an der Verlosung des Trostpreises teil.

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Das Kleingedruckte:
– Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung nicht möglich
– Das Gewinnspiel ist privat organisiert
– Das Gewinnspiel läuft bis Freitag, den 30.06.2017 bis 17:00 Uhr
– Ausgelost wird kurz nach Ende des Gewinnspiels
– Die Gewinner werden per Email informiert und hier auf der Webseite genannt
– Die Gewinne werden nur innerhalb von Deutschland versandt

Interview mit Sebastian Cohen bei www.mordsbuch.net

Hallo erst mal und vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst, um meine Fragen zu beantworten 🙂

Sehr gern. Danke für das Interview!

Magst du den Lesern kurz etwas über dich erzählen?

Ich bin in Berlin geboren, dort zur Schule gegangen und habe einen Beruf erlernt, um, sobald es finanziell ging, mir dann die Welt anzuschauen. Die Sehnsucht nach Abenteuern endete damit, dass ich im Jahr 2000 für 5 Jahre nach Panama gezogen bin, danach ging es weiter für 7 Jahre nach Nicaragua, Ecuador und anderen Länder.

Seit wann schreibst du?

Meine ersten Kurzgeschichten fing ich vor mehr als 20 Jahren an, die meistens Monate brauchen, bis sie fertig waren, was dann jedes Mal ein gutes Weihnachtsgeschenk an Freunde wurde. Dann, Ende 2015, Weihnachten stand wieder vor der Tür, kreierte ich meinen Protagonisten „Duke“ für eine neue Kurzgeschichte. Diese wurde zu meiner eigenen Überraschung nicht fertig, da ich zum ersten Mal, seit ich das Schreiben angefangen hatte, bemerkt hatte, dass Duke mehr als nur eine Kurzgeschichte ist. Nun hat es mich gepackt weiterzuschreiben, motiviert durch die positive Resonanz auf mein Erstlingswerk.

Wie bist du zum Bücher schreiben gekommen?

Seit 16 Jahren bin ich Nord- und Südamerika rauf und runter gereist, wo ich die tollsten Erlebnisse hatte. Ich durfte Menschen kennenlernen, die man als Tourist nicht trifft. Ich habe im Dschungel vom Darien (an der Grenze zu Kolumbien) bei halbnackten „Embera Indianern“ übernachtet und Dinge gegessen, wo ich froh war Hepatitis geimpft zu sein. Bisher sind es 45 Länder geworden, die ich gesehen und erlebt habe. Meine Bücher sind nicht autobiografisch, aber der Protagonist in meiner Duke-Reihe überzeugt mit Details in seinen Abenteuern und Situationen, die erst durch meine Erlebnisse sehr authentisch geworden sind.

Ab wann wusstest du, dass du Autor werden willst? 

Anfang 2016, als meine ersten Betaleser begeistert waren und nach einem zweiten Buch gefragt haben.

Welche Bücher hast du bisher veröffentlicht?

2017 habe ich das 1. Buch mit dem Titel „Ohne Warnung“ als eBook und Taschenbuch veröffentlicht, was der Beginn der Duke-Reihe ist.

Hast du für deine Bücher recherchiert?

Ja, das ist für mich total wichtig. Was auch recht lustig ist, wenn mein Lektor Stephan Klein es in der Hand hält und er dann penibel prüft, ob es die Dinge oder Orte überhaupt gibt.

Wo schreibst du am liebsten?

Im Bett, zwischen 22.00 und 24:00 Uhr bei totaler Ruhe im Schein der Notebook Tastatur. Da bin ich im besten Kreativmodus.

Hast Du ein festes Schreibritual?

Am Tage ein wenig recherchieren bei viel Kaffee, um am Abend alle Fakten zusammenzuhaben.

Hast du ein neues Projekt, das du uns schon verraten kannst?

„Ohne Warnung“ möchte ich ins Englische übersetzen und parallel suche ich noch eine gute Stimme, um den 1.Teil als Hörbuch zu veröffentlichen. Natürlich ist der 2.Teil schon in Arbeit, der den Titel „Ohne Hemmung“ trägt.

Gibt es einen Autor, der dein Schreiben beeinflusst hat?

Eigentlich nicht wirklich.

Was sind deine Lieblingsbücher und Lieblingsautoren?

Ich habe einige Lieblingsbücher der Autoren Lee Child, Douglas Preston.

Was machst du gerne in deiner Freizeit?

Seit 18 Jahren habe ich eine Pilotenlizenz und so oft es geht sitze ich in Cockpit und sammle Stunden. Selbst zu fliegen, ist für mich immer noch die schönste Abwechslung von allem.

Verrätst du einen deiner Wünsche für deine Zukunft oder einen Traum, den du dir gerne noch erfüllen möchtest?

Wahrscheinlich teile ich den Traum mit vielen, dass der Protagonist, den man erschaffen hat, lebendig auf der Kinoleinwand wird.

Wie wichtig ist dir das Feedback von deinen Lesern?

Sehr wichtig. Mein Anliegen ist es, den Leser zu unterhalten, sich selbst zu sehen oder Ideen zu bekommen. Bisher ist jeder, der das Buch gelesen hat, zum Duke-Fan geworden. Das ist für mich die größte Belohnung und Motivation weiter zu schreiben.

Danke, dass du meine Fragen beantwortet hast, magst du den Lesern noch etwas sagen?

Erst einmal einen Dank an alle Leser, die das Interview zu Ende gelesen haben. Ich hoffe, ihr habt Spaß und vielleicht fesselt euch ja auch Dukes Geschichte. Ich würde mich freuen. In jedem von uns steckt ein kleines bisschen Duke 😉

Und nächste Woche kommt das Taschenbuch

Nach dem kürzlich veröffentlichten eBook, kommt nächste Woche das Taschenbuch in das Amazon Regal. Das Buch „Ohne Warnung“ verspricht spannende Unterhaltung auf 312 Seiten.

Meine beiden Betaleser, Branko und Kerstin, hatten die Möglichkeit, das erste gedruckte Probeexemplar in den Händen zu halten. Hier ein nettes Video vom Auspacken. Viel Spaß …

Heute für euch eine Leseprobe…

Der 1.Teil der Duke-Reihe steht ab sofort bei Amazon als eBook bereit.

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Zum Warmwerden hier eine Leseprobe.

Viel Spaß. LG Sebastian Cohen

Kapitel 1
Weiße Federwolken am Himmel und leises Vogelgezwitscher wirken beruhigend, wenn man im Schatten alter Bäume auf einem Moosboden liegt, und Zeit hat das Blau über einem zu betrachten. Feuchtwarme Waldgerüche und der intensive Duft von blühenden Wildblumen lassen einen entspannen. Gerade kündigt sich die Sonne an, um den neuen Tag zu begrüßen. Doch an einen Genuss der Umgebung war gerade nicht zu denken. Schweißüberströmt vor Schmerzen fiel es ihm schwer, die Schönheit des anbrechenden Sommertages zu genießen. In den letzten Stunden verlor er stetig Blut und mit den immer heftiger werdenden Schmerzen konnte er kaum noch klar denken.
Im satten Grün der Wiesen und Felder kann man barfuß laufen, um die Kraft der Pflanzen in sich aufzusaugen. Doch jetzt in diesem Augenblick war es umgekehrt. Die Kraft verließ ihn tröpfchenweise und die Erde saugte sie auf. Er düngte mit seinem Blut den Waldboden. Ohne seinen Gürtel, den er vor nicht allzu langer Zeit bei einem Straßenfest gekauft hatte – ironischerweise mit lebenslanger Garantie – wäre er wohl schon verblutet. Am Oberschenkel hatte er sich das Bein damit abgebunden, um die Blutungen halbwegs zu stoppen. Die versprochene Garantie sollte nicht hier und sicherlich nicht heute enden. Unkontrolliert liefen ihm die Tränen über sein verschmutztes Gesicht und hinterließen kleine helle Streifen. Teils vor Schmerz, doch mehr vor Wut. Wut, da er sich in solch einer bescheuerten Lage befand, die vollkommen unnötig war.
Gedanken kreisten in seinem Kopf und er merkte nicht, dass sich Fliegen über die süße, rote Abwechslung hermachten, die am Acht-Dollar-Lederdruckverband noch immer hervorquoll. Ohne es bewusst wahrzunehmen, tauchte er langsam ab in Ebenen zwischen Traum und Halluzination. Bilder kamen aus den tiefsten Winkeln seines Gehirns. Hinter seinen geschlossenen Augen erschienen sie wie vor einer Kinoleinwand. Er konnte sich nicht wehren, konnte sich nicht mehr konzentrieren. Eine Situation, die ihm Sorgen bereiten sollte. Hatte er gerade die Eintrittskarte für die letzte Vorstellung gelöst? Lief hier gerade der Abspann? Das kann es nicht gewesen sein. Nicht jetzt, nicht so, nicht hier in diesem Wald. Er war doch erst 16. Mehr und mehr lose Bilder reihten sich im Delirium zu einem Film zusammen. Er reiste einige Jahre zurück. In sein Bewusstsein schoben sich Erinnerungen an jenen Tag, der sein Leben für immer verändern sollte.

Kapitel 2
Duke lebte mit seinen Eltern in einem verschlafenen Ort mit knapp 22.000 Einwohnern, sechs Kirchen und einem kleinen Flugplatz: Keene, in New Hampshire. Der Ort hatte einen eigenen Charme. Nicht zu groß, dass man verloren geht, aber auch nicht so klein, dass jeder jeden kennt. Die typische Kleinstadt eben, wo kleine Läden schließen müssen, weil Wal-Mart alle anderen verdrängt hat und man die einzige Hauptstraße herausputzt, weil zufällig das Rathaus dort steht. Und damit sich eventuell auch einmal ein Tourist nach Keene verirrt, versuchte man irgendwie den Charme der alten Zeiten zu erhalten.
Das Haus, in dem Duke mit seinen Eltern wohnte, war schon immer in Familienbesitz gewesen und das schon seit den Tagen, als die Vorfahren, die ihre Wurzeln in Europa hatten, in die neue Welt auswanderten, um hier einen Neuanfang zu wagen. Das Grundstück war umrahmt von hohen Bäumen, die einen kleinen Hang hinaufwuchsen. Ein glasklarer Fluss schlängelte sich im Bogen am Haus vorbei und hinterließ den Eindruck, dass man sich auf einer Halbinsel befände. Das Haus lag nicht zu weit weg vom geschäftigen Ortskern. Hier herrschte noch die Ruhe, die anderswo selten geworden ist. Hektik war im Haus unbekannt, und in Keene selbst wurde es nur aufregend, wenn es mal ein Fest gab.
Duke war ein dunkelblonder Junge, nett, unauffällig und mit nur wenigen Hobbys. Er war ein Langschläfer und Träumer. Ein Einzelgänger, voller Ideen, Fantasien und doch immer mit dem Hang zur Perfektion, wenn er etwas anpackte. Zweierlei Dinge hasste er: seinen Vater – speziell, wenn dieser betrunken war – und den sonntäglichen Kirchgang. Das eine war nur peinlich und das andere reine Zeitverschwendung. Sein Vater war Gabelstaplerfahrer in einem der Truckterminals am Ortsrand und seine Mutter Verkäuferin in einem Antiquitätengeschäft im neuen Colony Mill Einkaufszentrum. Nicht gerade die perfekten Vorbilder für Duke, der aber noch zu unbedarft war, um hier zu erkennen, was er für Verlierer-Eltern hatte. Somit beschränkten sich seine Idole auf zweidimensionale Kino-Helden.
Mit zunehmendem Alter versuchte er mehr und mehr seinen Eltern aus dem Weg zu gehen. Es nervte ihn, ihre täglichen Streitereien ertragen zu müssen. Schon lange hatte er aufgegeben zu verstehen, warum sich erwachsene Menschen stundenlang über die harmlosesten Angelegenheiten streiten. Wo lag der Sinn darin, sich ständig anzubrüllen? Letztlich war der Alkohol an allem schuld und sein Vater wurde mit jedem Jahr seltsamer. Das Haus, das über all die Generationen immer gepflegt worden war, verfiel zusehends, vom Grundstück ganz zu schweigen. Kaum war sein alter Herr von der Arbeit zurück, fing das Trinken an. Solange genug Bier im Haus war, hing der Haussegen gerade. Sollte aber auch nur ein Tag die tägliche Betäubung ausfallen, war die Hölle los. An solchen Tagen versuchte Duke immer einen großen Bogen um seinen Vater zu machen. Allzu oft gab es Ausbrüche, die bei Duke farbenfrohe Hautverfärbungen hinterließen.
Im Alter von 12 Jahren zog er es vor, sich auf den alten Dachboden des Hauses zu verkriechen. Dort roch es muffig, nach abgestandener Zeit und gelebten Abenteuern. Doch hier fand er Dinge, die 100 Jahre und länger dort lagen und darauf warteten, von ihm neu entdeckt zu werden. Jedes Teil hatte seine eigene Geschichte und war einmal wichtig im Leben seines Besitzers, bis die Zeit es entwertete und als unmodern einstufte. Duke fühlte sich wohl inmitten all diesem alten Zeug. Hier konnte er von Abenteuern träumen, die er einmal erleben wollte. Es war für ihn Geschichte zum Anfassen.
Das Schönste war die originale Reisetruhe, mit der seine Urgroßeltern von Europa nach Amerika gekommen waren. Diese Reisetruhe wurde ein Symbol für ihn: ein Sinnbild für Freiheit, Unerschrockenheit und Mut zur Veränderung. Jedes Mal, wenn er dieses alte Relikt berührte, machte es ihn nur entschlossener, irgendwann selber einmal diesen Ort zu verlassen und in die weite Welt zu gehen. Schon wenn er mit den Fingern über die alte Truhe strich und langsam den Staub zwischen den Fingern rollte, zauberte es ihm ein Lächeln auf sein Gesicht. Hier war er für sich und in seiner eigenen Welt. Einmal fand er zwischen all den alten Sachen ein Taschenmesser, das ab jenem Tag sein täglicher Freizeitbegleiter werden sollte. Ein anderes Mal fand er eine alte Karte aus Europa, die er in sein Zimmer hing. Und immer wieder konnte er sich für Sachen begeistern, die auf andere wahrscheinlich alt und ausrangiert wirkten. Doch er fühlte, obwohl sie wertlos waren, dass diese Dinge in einem anderen Leben eine wichtige Bedeutung gehabt haben mussten.
***
Die Wandlung des ruhigen, fast scheuen Jungen zu einem selbstbewussten jungen Mann wurde durch ein Ereignis in Gang gesetzt, welches er mit 14 Jahren hatte. Die Sommerferien hatten gerade erst begonnen, als eines Tages ein paar Jungs vor seiner Garage erscheinen, in der er gerade sein Fahrrad putzte.
»Duke, du alte Pfeife, hör auf dein Fahrrad zu putzen und komm mit uns mit.«
Duke bildete mit seiner Hand einen schützenden Schirm gegen die Sonne, um zu erkennen, wer ihn rief. Es waren Typen aus seiner Klasse. Obwohl er alle Sechs schon länger kannte, hatte er nie zu ihnen gehört. Er war ausgeschlossen vom „harten Kern“. Und nun standen sie plötzlich vor seiner Garage und forderten ihn auf, mit ihnen loszuziehen.
»Was habt ihr vor?«, fragte Duke vorsichtig.
»Wir fahren in die stillgelegte Kiesgrube. Komm mit«, rief Kevin.
»Was wollt ihr dort machen?«, wollte Duke wissen.
»Nun hab dich nicht so albern. Oder hast du etwas Besseres vor?«, provozierte ihn Phil.
Duke fragte sich, was die Gruppe wirklich beabsichtigte. Er wollte sich keine Schwierigkeiten einhandeln, wenn sie etwas vorhatten, das nach Ärger stank. Doch als Feigling wollte er auch nicht dastehen. Nicht, dass er unbedingt Kumpel brauchte, doch die Ferien total alleine zu verbringen war eventuell auch nicht wirklich verlockend. Kurzentschlossen fuhr er mit ihnen mit. Eventuell werden die Sommerferien ja doch spannender als erwartet, dachte er.
Nach fünf Meilen erreichten sie die vollgelaufene Kiesgrube. Der alte Schwimmbagger war schon von weitem zu sehen und rostete vor sich hin. Ein Monster aus einer anderen Zeit. Am Bagger angekommen, standen sie im Schatten und schauten zu den riesigen Schaufeln hoch, die mahnend in den Himmel ragten. Nur vom bloßen Anschauen kribbelte es unter Dukes Kopfhaut. Dann baute sich Phil grinsend vor ihm auf.
»Wir haben ein Aufnahmeritual: rauf auf den Bagger und von der letzten Schaufel in den See springen. Dann gehörst du zu uns.«
Duke schüttelte den Kopf.
»Jungs, das sind bestimmt 45 Fuß. Den Sprung überlebt keiner.«
»Wir leben noch«, lachte Phil und schubste ihn dabei leicht von hinten.
Wie bekloppt ist man denn, da hoch zu wollen, dachte sich Duke. Es sollte eine Probe werden, um den Zusammenhalt der Truppe zu festigen. Was eignet sich dazu besser, als etwas Extremes, das zusammenschweißt? Und wenn man davon Narben bekommt, dann sind das nur Trophäen. Doch so nötig hatte er ihre Gesellschaft nun auch nicht und dachte sich: lieber ein gesunder Feigling, als ein mutiger Krüppel.
»Sorry, Jungs, aber das ist nichts für mich«, erklärte er ihnen.
»Das ist nichts für mich«, äffte Kevin ihn nach.
»Aussteigen ist nicht, hier wird sich nicht gedrückt«, meinte Martin.
»Los, du jämmerliche Flasche, rauf da«, brüllte Steve ihm ins Gesicht.
Duke merkte, dass der Ton deutlich schärfer wurde. Er wich vorsichtig einige Schritte zurück.
»Kein Grund uncool zu werden. Und nebenbei, ich muss nicht Teil eurer Clique werden.«
Er hatte gerade vor, auf sein Fahrrad zu steigen, als er von hinten so kräftig geschubst wurde, dass er über sein Fahrrad flog und im Dreck landete.
»Oh, hat das weh getan?«, fragte ihn Joe spöttisch.
Alle anderen fingen an zu lachen. Duke realisierte gerade, dass keiner von ihnen wirklich vorhatte, mit einem Schwächling wie ihn die Gruppe zu vergrößern. Er sollte lediglich der Trottel der Woche werden. Sie waren von Anfang an davon überzeugt, dass er die Mutprobe nicht antreten würde. Sie wussten, dass er sich gerne überall anschloss, aber sich dünnmachte, bevor es zu Problemen kam. Duke war immer schlau genug gewesen, Ärger zu riechen und ihm aus dem Weg zu gehen. Bisher jedenfalls.
»Tja, Duke, dann müssen wir dir wohl eine Abreibung verpassen«, sagte Steve lapidar.
»Ja, jetzt gibt es eins auf die Fresse«, sang Tim im hohen Ton.
Martin baute sich drohend vor ihm auf und sagte: »Also, letzte Chance auf den Bagger zu klettern.«
Doch Duke sah nicht ein, sich einschüchtern zu lassen. Er hatte seine Entscheidung schon gefällt und wollte sich nicht bei einer dummen Mutprobe verletzen.
An diesem Tag sollte sich alles ändern. Ihm wurde schlagartig bewusst, dass er hier in größten Schwierigkeiten war und die Sechs ernsthaft vorhatten, das, was sie sagten, auch umzusetzen. Nun hatte er zwei Möglichkeiten: entweder den Selbstmörderbagger hinauf zu klettern und für immer zum harten Kern zu gehören, oder einen Trommelwirbel von Gliedmaßen über sich ergehen zu lassen. Nach Abschätzen der Überlebenschancen, Genickbruch oder blaue Flecke, entschloss er sich für Letzteres. Doch zu einfach würde er es ihnen nicht machen, schwor er sich. Er konnte in ihren Gesichtern ablesen, wie sie sich darauf freuten, ihn fertig zu machen. Als er sah, wie sie ihre Fäuste ballten, unternahm er einen kurzen Fluchtversuch. Dieser endete drei Sekunden später.
Die Abreibung war heftig. Zu heftig. Zusammengerollt versuchte er sich so gut wie möglich vor den Schlägen zu schützen, doch gegen die Sechs hatte er nicht die geringste Chance. Nie gekannter Hass prallte auf ihn nieder. Gedemütigt und hilflos ließ er die Tritte und Schläge ohne Gegenwehr über sich ergehen. Der einzige Gedanke den er hatte, war, sich halbwegs und soweit es ging zu schützen und alles zu ertragen, bis es vorüber war. Nach Dukes Zeitempfinden dauerte es eine Ewigkeit, bis sie von ihm abließen.
Die Form seiner Nase hält er heute für gelungen und schön, auch wenn er damals diese schmerzhafte „Schönheitsoperation“ mit einem Stiefel, Marke Riverbreaker, Größe 7, gerne vermieden hätte. In dem Moment, wo sie aufhörten auf Duke einzutreten, war nichts mehr wie vorher. Irgendetwas verlor er im Innersten, sie hatten etwas aus ihm rausgeprügelt. Er wusste nicht was es war. Doch nun lag ein Schatten auf seiner Seele. Wenn bis dahin 1000 kleine Kerzen das Gute in seinem Inneren erhellten, blies an diesem Tag ein kalter Wind die Mehrzahl davon aus und ließ etwas Dunkles in ihm zurück. Er sah die Welt nun aus einer anderen Perspektive – der eines Verlierers.
Duke lag im Staub und krümmte sich vor Schmerzen. Nun zogen alle ihre Handys, um ein Foto von ihm zu machen, wie er verletzt dalag und litt. Johlend nahm Kevin das Fahrrad von Duke und schmiss es im hohen Bogen in den See. Genau das, was er jetzt noch gebrauchen konnte. 20 Sekunden später stiegen sie lachend auf ihre eigenen Fahrräder und kümmerten sich nicht mehr um ihn. Keiner der Sechs drehte sich noch einmal zu ihm um, als sie wegradelten. Womit hatte er es verdient, dass sie ihn so verprügelt hatten?
Nachdem er einige Minuten im Dreck gelegen hatte, wurde es Zeit sich aufzurappeln und nach Hause zu gehen. Er reinigte sich ein wenig am See und ging stinksauer heimwärts. Der Weg zurück war schmerzhaft, alles tat ihm weh und er lief mit gesenktem Kopf. Dieser hing ihm soweit herunter, dass ein Fremder wahrscheinlich gedacht hätte, er wäre ohne Nackenmuskeln zur Welt gekommen. Doch niemand sah, wie er sich nach Hause schlich. Somit blieb ihm wenigstens diese Demütigung erspart.
Seine Ausrede den Eltern gegenüber war, dass er eine Treppe hinuntergefallen sei. Dies war zwar nicht allzu glaubhaft, doch sein Stolz und sein ihm selbst gegebenes Versprechen, die Umstände zu verheimlichen, waren größer als der Schmerz. Doch ob er die Wahrheit gesagt hätte oder nicht, es spielte kaum eine Rolle. Die Anteilnahme seiner Eltern bestand nur darin, dass sein Vater ihn einen Idioten nannte mit dem Ratschlag, die Augen aufzumachen, wenn er seine Beine benutzte. Selbst seine Mutter war nicht viel feinfühliger in ihrer Wortwahl.
Duke hatte an diesem Tag kurz das Gefühl adoptiert zu sein. Selbst als sie ihn ins Krankenhaus fuhren, wo man ihm die Nase richtete, blieb er bei seiner Story, die ihm der Weißkittel aber nicht abkaufte. Doch Duke war zu stolz zuzugeben, dass er verprügelt worden war.
***
In den darauffolgenden Tagen wurde er regelrecht depressiv. So hatte er sich seinen Ferienanfang nicht vorgestellt. Man konnte seine äußeren Wunden sehen, die langsam verheilten, doch wie schwer sein Ego verletzt war, sah man ihm nicht an. Mit jedem Tag, an dem die Schmerzen nachließen, spürte er im Inneren einen immer stärker werdenden Wunsch, sich für diesen Tag zu rächen, an dem man ihn in einen dunkelbunten Tarnanzug verwandelt hatte.
In den kommenden zwei Wochen der Bettruhe hatte er genug Zeit, um hunderte verschiedene Möglichkeiten durchzuspielen, was er mit jedem Einzelnen anstellen würde. Eigentlich widersprach es seiner Natur, jemandem in irgendeiner Form Leid anzutun. Doch irgendwie wechselte seine Perspektive mit jedem Tag der Heilung. Wenn in seiner Schule jemand in die Mangel genommen wurde, war Duke einer der Ersten, der angewidert wegging, während andere noch lange Hälse machten um zu sehen, wer den ersten Zahn verlor.
Als einmal der kleine Brady in einer Steinschlacht auf dem Schulhof ein Auge verlor, war das Interesse der Schüler pervers groß. Für Wochen war er das Gesprächsthema, und jeder konnte besser beschreiben, wie die blutwässrige Masse durch Bradys vorgehaltene Hand quoll. Mit gefesseltem Entsetzen standen sie mit geöffneten Mündern um ihn herum, ohne zu helfen. Das blutverschmierte Gesicht sah zum Wegrennen aus und man hätte sich von den Schreien die Ohren zuhalten müssen, aber keiner bewegte sich. Sie waren nur darum bemüht, alles aufs Video zu bekommen. Erst als Duke einen Lehrer holte, der sich den Schlamassel ansah, löste sich die Menge auf, erschrocken und dennoch fasziniert von der Situation. Für diesen Tag war der normale Unterricht hinfällig, da Schüler und Lehrer den Schock erst einmal verdauen mussten. Keiner konnte den Anblick von Brady abschütteln, der sich zwei Monate zu früh in ein Halloween Monster verwandelt hatte.
Die Prügel, die Duke an jenem Tag in der Kiesgrube einstecken musste, veränderte sein ganzes vorherbestimmtes Leben, ohne dass er es ahnte. In den Tagen der Heilung schwor er sich, nie wieder ein Verlierer zu sein, nie wieder ein Opfer. Und nie wieder wollte er sich in einer Situation befinden, in der er nicht der Überlegene war. Er hasste sich dafür, dass er sich nicht gewehrt hatte und nur dalag, um sich verprügeln zu lassen. Immer wieder durchlebte er den demütigenden Moment der Hilflosigkeit. Doch je länger er darüber nachdachte, umso größer wurde der Wunsch, es den Sechs so wiederzugeben, wie sie es mit ihm gemacht hatten. Aber nicht mit blauen Flecken und einer gebrochenen Nase. Nein, jeder Einzelne sollte sterben. Schmerzhaft, überraschend und definitiv ohne Warnung.

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Endspurt für den ersten Duke-Roman

Das Warten hat nun bald ein Ende. Die Ziellinie ist in Sicht. Das erste Probeexemplar, mit 312 Seiten voller Spannung, ist auf dem Weg und sollte kommende Woche eintrudeln. In der Zwischenzeit bekommt das eBook die letzte Formatierung und wartet darauf zusammengefügt zu werden.

In Kürze gibt es mehr Informationen zum geplanten Erscheinungsdatum.

 

 

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