Neues Interview mit Sebastian Cohen …

Für alle, die mich noch nicht persönlich kennen, poste ich einmal mein Interview von der netten Hajnal aus der FB Gruppe „Booksuckers – Leser mit Biss“. https://www.facebook.com/groups/413217055700492/?fref=nf

Wie kamst Du zum Schreiben?
Hallo Hajnal, erst einmal möchte ich mich bedanken, dass du dieses Interview mit mir machst, ich freue mich sehr. Wie ich deiner netten Rezi entnehmen konnte, hat dich Duke auch in seinen Bann gezogen und überrascht. Dies ist genau die Motivation, die mich als Autor dazu antreibt, an der Geschichte zu schreiben und mir die Nacht um die Ohren zu hauen. 🙂. Ich möchte meine Leser verzaubern, sie vom Alltag „entführen“ und sie abtauchen lassen in Duke`s Abenteuer. Ich hatte die Geschichte von Duke eigentlich als Kurzgeschichte für meine Frau als Weihnachtsgeschenk angefangen, irgendwie konnte ich aber nicht mehr aufhören zu schreiben und so ist die Serie entstanden. Derzeit arbeite ich am 4. Teil, es bleibt also spannend.

Was hat Dich zum Schreiben von „Ohne Warnung“ inspiriert?
Seit einigen Jahren lebe und arbeite ich im Ausland. Ich habe viele ungewöhnliche Reisen unternommen und war in der glücklichen Lage sehr unterschiedliche Einblicke in das Leben anderer Menschen zu gewinnen, die natürlich auch einen Einfluss auf die Geschichte hatten. Ich finde es wichtig, dass die Orte der Handlung und die Charaktere authentisch und gut recherchiert sind, da habe ich natürlich von unseren eigenen Begegnungen profitiert. Einer meiner Duke-Fans hat es genau auf den Punkt gebracht: Die Abenteuer, die der Romanheld DUKE erlebt, kamen mir so frisch, so jugendlich und spannend und frei erzählt vor. Ganz so, als ob ich mit einen Freund bei einem Glas Wein zusammensitze, der mir eine unglaubliche Geschichte aus seinem Lebens erzählt.

Hätte die Geschichte an einem ganz anderen Ort spielen können oder hast Du den Schauplatz ganz bewusst gewählt?
Das Besondere an Duke ist, dass wir ihn bei seiner Entwicklung begleiten können, wir lernen durch ihn verschiedene Orte in den USA kennen. Die Geschichte startet in New Hampshire, aber weitet sich recht rasch auf andere Teile der USA aus, man kann es auch als „Roadmovie “ bezeichnen. Ich habe selber mehrfach die USA besucht und finde, dass die Story hier super reinpasst. Ich will zwar nicht zu viel verraten, aber in den kommenden Teilen wird Duke auch andere Länder bereisen, mal freiwillig, mal gezwungen durch die Umstände……

Hat die Thematik autobiographische Züge und wenn ja, an welchen Punkten?
Also, bis auf die Unfälle, ist alles erfunden 😉 Nein, nein, alles ist erfunden, obwohl – man kann schon sagen, dass in jedem von uns ein bisschen Duke steckt, oder es sich manchmal wenigstens wünscht. Und Listen erstelle ich auch gerne 😉.
Da ich sehr viel Wert darauf lege, die Geschichte so authentisch als möglich zu gestalten, kann man schon sagen, dass bestimmte Orte und auch Charaktere anlehnen an reale Begegnungen.
Wie lange hat es gedauert, den Roman zu schreiben und welchen Abschnitt des Schaffens würdest Du als besonders aufwendig beschreiben?
Das ist schwer zu sagen, aber an die 4-5 Monate waren es dann wohl schon ( für Teil 1 ). Da ich in der Nacht am kreativsten werde, war es manchmal zum Leidwesen meiner Frau 🙂. Das Schreiben ist mir eine wahre Freude und eigentlich der einfachste und schnellste Teil bei einem Buch. Ich glaube, mittlerweile kann meine Frau jeden Satz auswendig, so oft wie wir über die Geschichte gegangen sind, wegen der Korrektur und dem Lektorat. Ein sehr angenehmer Teil ist dann der direkte Kontakt mit interessierten Lesern, ob nun per Facebook oder durch die Lesungen.

Du hast unter einem Pseudonym veröffentlicht. Was war der Grund dafür und wie kamst Du auf Dein Pseudonym?
Die letzten 17 Jahre war ich überwiegend im Ausland und da habe ich mehr als lustige Erinnerungen wie Leute mit meinen richtigen Namen so ihre Probleme hatten. Da es auch mein großer Traum ist, die Abenteuer von Duke auch auf dem Englisch sprachigen Markt zu veröffentlichen, entschied ich mich für einen Autorennamen.
Hat sich nach der Veröffentlichung vieles geändert?
Ich komme kaum noch zum Schreiben …..😉. Man kann sich eine Veröffentlichung wie mit Zuwachs in der Familie vorstellen, man kann es kaum erwarten, dass das Buch raus ist und wird dann doch überrascht von den Ereignissen. Die positive Resonanz auf Duke spornt natürlich an und motiviert mich, das Buch vielen Lesern zugänglich zu machen. Etwas überfordert war ich, als ich mein erstes Buch signieren sollte. Ab dem Moment wurde alles real und wahnsinnig aufregend.
Wie ich feststellen konnte, gehörst Du zu jenen Autoren, die konstruktive Kritik zu Verbesserungen nutzen. Wer war bei der Entstehung von „Ohne Warnung“ Dein größter Kritiker?
Fast jeder, der künstlerisch tätig ist, ob nun als Hobby oder als Beruf, bekommt nach einer Weile “ Scheuklappen“, man verliert oft die Perspektive und denkt man ist perfekt. Ganz wichtig ist es jemanden zu haben, der einem hilft, einen anderen Blickpunkt auf das Thema zu werfen und konstruktive Kritik aufzuzeichnen. Da meine Frau immer die Erste ist, der ich das Manuskript zum Lesen gebe, ist ihre erste Reaktion für mich sehr wichtig. Sie ist mein größter Kritiker. Mein Lektor Stephan war mir eine große Hilfe, aber auch meine geschätzten BetaLeser haben einen wichtigen Teil beigetragen.

In Kürze wird der zweite Teil um Duke erscheinen. Sind noch mehr Teile in Planung?
Ja, derzeit arbeite ich am 4. Teil und ich kann nur sagen, es geht weiter. Duke hat noch viel vor und ich würde mich freuen, wenn die Leser ihn auch auf seinen nächsten Abenteuern begleiten. Duke ist interessant für Vielleser (wie du es bist, liebe Hajnal) aber auch für “ Lesemuffel „, also Leser die eher selten ein Buch in die Hand nehmen. Ein Fan erzählte mir erst letzte Woche, dass er sonst nie Bücher liest, ihn aber dieses Buch so gefesselt hat, dass er sogar nachts aufgestanden ist um zu sehen wie es weitergeht und ganz traurig war, als er nach 4 Tagen den 1. Teil durch hatte. Fand ich super……

Neben dem Schreiben gilt Deine Leidenschaft dem Reisen. Inwieweit beeinflussen Deine Erfahrungen, die Du während Deinen Reisen gemacht hast, Dein Schreiben?
Für mich war es immer schon wichtig, ferne Länder zu bereisen, neue Erfahrungen zu sammeln und interessante Begegnungen zu haben. Solange ich denke kann, war in mir diese Unruhe, da draußen etwas zu verpassen. Diese Neugier hat mich bei meiner Arbeit im Ausland begleitet und mich offen gemacht für neue Begegnungen. Ich habe Seite and Seite mit meinen Arbeitern bei 40 Grad Hitze Steine für eine neue Straße verlegt und noch Witze gerissen, ich habe mit Millionären am Pool Champagner getrunken und sie im Grunde genommen bemitleidet, weil bei denen das Leben auch nicht rosa rot war. Mich interessieren Menschen, was sie denken, was ihre Wünsche sind, was sie ausmacht. Diese Erkenntnisse sind schon ins Buch eingeflossen, auch Duke sucht neue Begegnungen und versucht sich in andere Personen hineinzuversetzen.

Aus dem Roman habe ich neben der spannenden Geschichte auch noch eine gewisse Gesellschaftskritik lesen können, auch wenn Du diese sehr subtil vorgebracht hast. War das beabsichtigt?
Ich finde das gehört dazu, speziell bei einem Buch das Leser in seinen Bann ziehen soll. Die kleinen Macken und Eigenheiten, ob es nun Orte sind, Menschen oder auch nur Geschehnisse, faszinieren mich und ich versuche immer ein aufmerksamer Beobachter zu sein. Ich mag es über Dinge nachzudenken und mich zu fragen warum das so ist wie es ist. Ein Leser hatte mir am Wochenende eine nette Mail geschrieben und erzählt, dass er sich halb schlapp gelacht hatte als er an der Stelle war, wo Duke mit Bristol in die bewachte Wohnanlage von ihren Eltern einfährt. Mein Leser hatte diese Prozedur schon öfters hinter sich, wenn er Freunde in einer Golf Anlage besucht hatte und sah sich, wie er damals vom mürrischen Pförtner abgefertigt wurde.

„Ohne Warnung“ ist ein Roman. Welcher Unterkathegorie würdest Du ihn zuordnen?
Gute Frage….. Meiner Meinung nach kann man Duke nicht nur in eine Kategorie packen, er ist so vielschichtig wie das Leben. Ich bezeichne ihn als überraschenden Krimi/Thriller mit einer guten Lovestory, gemixt mit Abenteuerlust und einem Roadmovie. Liebe Hajnal, du hast ja das Buch gelesen, wie würdest du ihn einschätzen?
(Anmerkung Hajnal: Ich wüsste auch nicht ganz genau, wo es anzusiedeln ist, da es so facettenreich ist und schließe mich der obigen Beschreibung an)

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